Auf Reisen, Teil II

…so sind von Vientiane mit einem normalen Bus nach Luang Prabang gefahren. Die Busfahrt war nicht gerade das, was man angenehm nennt. Wir kriegten die vorderen beide Plätze, direkt hinter dem Fahrer. Für  Unterhaltung war gesorgt: die ganze Nacht durften wir uns original-laotische Schmuse- und andere Popsongs anhören. Hörten sich diese Songs alle gleich an oder hatte der Fahrer nur eine CD?? Und es war so eng und kalt in diesem Bus, wir taten kaum ein Auge zu. Völlig gerädert kamen wir morgens um 06:00 Uhr in Luang Prabang an. Es war so kalt wie noch nie während der ganzen Reise. Zum Glück fanden wir schnell eine Unterkunft. Bevor wir uns in die weichen Betten legen konnten, kamen wir noch in den Genuss einer kalten Dusche, weil wir den Sicherungsschalter für den Durchlauferhitzer nicht fanden. Zwischendurch streikte die Dusche komplett. Nach vier Stunden Schlaf kämpften wir uns aus den Betten.

Das Städtchen war wirklich ganz nett. Wir mieteten uns Fahrräder und kurvten ein bisschen in der Gegen herum, wobei ich immer noch arg schwächelte – in meinem Magen wütete noch immer ein wüstes Gewitter. Mein Abendessen bestand darin, meine Schwester beim Essen zuzuschauen. Aber vorher buchten wir noch einen 2-Tages-Trip zu einem Elefanten-Village, welches unweit von Luang Prabang ist. Darauf freute ich mich bereits riesig….aber vorher musste ich noch einen 2-Tages-Trekking `hinter mich bringen`.  Eigentlich wollte das Kampfsoli, ganz ihre Art, für sage und schreibe fünf Tage wandern gehen, aber ich musste da ein Machtwort sprechen. Wandern kann man auch in der Schweiz, jawohl.

Tags darauf konnten wir endlich unsere Trekking-Schuhe, die wir nun einen Monat mitschleppten, auspacken. Um 8:15 Uhr standen wir vor dem `Greendiscovery-Büro`, wo uns Kith, unser Tour-Guide, erwartete. Auf den Golden- Mountain sollten wir wandern. Wir wurden mit einem Minivan ins Nirgendwo gefahren. Dort überquerten wir mit einem Boot den ersten Fluss. Kith meinte, dass wir im Verlauf des Tages noch gut 30 (!) Mal Flüsse zu überqueren hätten….wir waren keine 15 Minuten unterwegs, da hiess es `Shoes-off`. Dann wieder `Shoes-on`. Und so ging das tatsächlich den ganzen Tag. Es war am Schluss eine ganz tolle Barfuss-Bachbett-auf-staubigem-Weg-die-Füsse-wieder-trocknen-lassen-Wanderung. Schon bald wussten wir nicht mehr, ob wir nun 13 oder bereits 16 Mal die kleinen und grösseren Flüsse durchquert hatten. :-) Am Schluss waren es wohl 28. Glaube ich. Wir kamen in einem Khmu-Village (ein Bergvolk, das v.a. in Nordlaos anzutreffen ist) an, wo rund 58 Familien wohnen. Auch unzählige Schweine, Enten, Hühner und Hunde gehören zum Dorf, die alle frei herumrennen. Dazwischen spielen Kinder. Manchmal war nicht ganz klar, wer da wenn studiert – die Bewohner kamen in Gruppen, um uns anzuschauen. Sie zeigten sich sichtlich interessiert an uns, wie wir uns ebenfalls im Fluss wuschen und die Zähne putzten. Weniger lustig fanden wir, dass uns die Kinder in der Dunkelheit mit ihren Taschenlampen folgten, als wir ausserhalb des Dorfes nach unserer Toilette `Unterholz` suchten. Nach dem Abendessen, welches ich einmal mehr ausliess, weil auf mir noch immer und immer ärger der Fluch des Pharao lastete, krochen wir in unsere Betten. Zwei harte Matrazen, so dick wie das Polster von einem Kettler-Sommerstuhl und zwei hübsche Decken unter dem Moskitonetz warteten auf uns. Es war kurz nach 20:30 Uhr, als wir einschliefen…

Es war eimal mehr ziemlich frisch, als wir am nächsten aus unseren Betten krochen. Zum Glück hatte ich die Cathway-Pacific-Socken, welche ich im Flug von London nach Hongkong erhielt, mitgenommen. Die sind traumhaft. Der zweite Tag war sichtlich anstrengender als der erste. Die Sonne brannte bald erbarmlungslos auf uns herunter, als wir entlang einer staubigen Strasse, welche die Chinesen bauten, um besser zu den laotischen Goldminen zu kommen, (ein furchtbarer Raubbau wird hier vollzogen!) wanderten. Wir fragten uns immer, wann wir den diesen `Golden Mountain` erreichen, welcher uns versprochen wurde. Unser Guide klärte uns auf, dass es dort gar keinen Weg mehr hinauf gibt, bzw. der Weg unpassierbar ist, und wir nun einfach auf der anderen Talseite den Berg `erklimmen` würden. Schade. Aber es war trotzdem noch ganz nett und nach sechs Stunden wandern durch den Bambusdschungel, entlang von Bachbetten und ausgetrockneten Reisfeldern waren wir wieder zurück in der Zivilisation. Wir verbrachten den Abend mit nicht viel tun, das heisst, wir haben auf dem Nachtmarkt, welcher jeden Abend in Luang Prabang stattfindet, ein wenig eingekauft. :-)

Ich erwachte am nächsten Tag mit einem gigantischen Muskelkater in den Oberschenkeln und mit grosser Vorfreude. ENDLICH zu den Elefanten! Eigentlich wollten wir ja drei Tage `zu dä Elefäntli`, nur gibts dieses Angebot nur im Prospekt. Bei diesem Elefanten-Village handelt es sich um ein Elefantenheim, wo ehemalige Arbeitselefanten, die früher unter miesen Bedingungen in der Holzindustrie arbeiten mussten, ihren Lebensabend verbringen dürfen. Die älteste Dame war 38, die jüngste gerade mal 17. Da standen sie also. Sie schienen mir gar nicht so gross! Währendem die Elefanten-Damen ihr Frühstück, bestehend aus Ananasstauden und Zuckerrohr genossen, übten wir fleissig die `Mahout-Befehle`. Knie hoch, links, rechts, retour, stopp etc. Wir schrieben unsere Handflächen voll, damit wir dann auch bereit waren, wenn`s losgeht. Und schon stand sie da. Zuerst auf die Handfläche schauen, Kommando `rechtes Knie hoch` rufen, Elefant reagiert nicht. Der Mahout (der Elefantentreiber) ruft, und der Elefant hebt tatsächlich ein wenig sein Knie. Aber nur ein wenig. Dann mit meinem rechten Fuss auf das Elefantenbein stehen, mit der rechten Hand oben an sein rechtes Ohr fassen, und hoch das linke Bein. Ohne die Hilfe des Guides würde ich jetzt noch irgendwo in der Luft hängen. Ui! So ein Elefant ist doch noch gross….Ich sass auf seinem Hals, presste meine Knie gegen seine Ohren um das Gleichgewicht zu halten und schaute auf meine Handflächen. Wo zum Teufel habe ich schon wieder aufgeschrieben, was vorwärts, links und rechts und…heisst!? Der Elefant trottete sichtlich lustlos los. Der Mahout ging voraus, in seiner Hand einen Kessel mit Zuckerrohr-Stücken. Ich konnte mich sicher fühlen. Wo die Zuckerrohrstücke hingehen, geht auch der Elefant hin. Zwischendurch warf mir der Mahout die Stücke zu. Kaum hatte ich sie gefangen, hatte das gefrässige Ding bereits seinen Rüssel in die Luft nach hinten zu mir gestreckt, um den Leckerbissen in Empfang zu nehmen. Nach 2 Minuten war der Spuk vorbei. Nun hiess es `Elefanten-Trekking`. Wir durften dazu auf einer normalen Bank Platz auf dem Rücken des Elefanten Platz nehmen. Der Mahout dirigierte den Elefanten, indem er stets und ständig mit seinen Füssen gegen ihren Hals schlug. Mal links, mal rechts, aber ohne Unterbruch. Aber die Dame trottete ganz gemütlich dahin, es schien ihr nichts auszumachen. Später erfuhren wir, dass die Dame blind ist! Sie hat ihr Augenlicht bei Arbeitsunfällen verloren. Und der Mahout führt sie so sicher durch die Gegend! Dieses Vertrauen! Ich war `impressed`.  Das Mittagessen war fantastisch. Endlich konnte ich wieder richtig essen!!! :-)

Am frühen Nachmittag werden die Elefanten zurück in den Dschungel gebracht. Dort bleiben sie dann jeweils bis am nächsten Morgen. Damit sie ihr Jagdrevier nicht unnötig vergrössern, werden sie an 50 Meter lange Ketten angebunden. Und da wüten sie jeweils vor sich hin, fällen kleine Bäume und fressen, was es zu fressen gibt. Unglaublich,  welche Mengen Futter die verschlingen! Wieder hiess es auf den Hals klettern. Natürlich wurden wir immer von den Mahouts begleitet, die hinter uns auf dem Rücken des Elefanten sassen und sich nun einen Spass daraus machten, ein kleines Elefantenrennen zurück in den Wald zu veranstalten. Ich wusste nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Als ich wieder festen Boden unter den Füssen hatte, fand ich es fantastisch. Als wir unsere grossen Freunde angebunden hatten, wurden wir mit dem Boot an einen soweit schönen, aber leider beinahe ausgetrockneten Wasserfall gebracht. Wir bevorzugten ein Bad im Fluss….das Nachtessen war königlich und unser Hotelzimmer auch.

Der Wecker klingelte um 06:20 Uhr. Es war noch halb dunkel und ziemlich, sagen wir mal, frisch. Wir wurden mit dem Boot zu den Elefanten gefahren, wo wir sie aus ihrem Nachtlager holten. Wie dreckig die waren! Mit grossen Bürsten bewaffnet gings zurück zum Fluss. Elefanten baden. Mein Mahout fragte mich, ob ich gerne baden würde. `Meine Elefäntin` liebe nämlich das morgendliche Bad im Fluss. Sie tauchte mit ihrem Kopf komplett unter. Und ich mit. Ich schruppte ihren Kopf und Rücken, was das Zeug hielt, sie tauchte ab und auf. Mal den Kopf, mal ihr Hinterteil. Ich versuchte dabei, nicht von ihrem Kopf zu fallen. Es war ein Riesenspass! So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Schade, dass sie so schnell sauber war. Dann gings zurück zum Camp. Die Damen bekamen ihr Frühstück, die Leckerbissen, einmal mehr Zuckerrohr, durften wir ihnen geben. Und dann hiess es, Abschied nehmen. Schade, ich war ein wenig traurig, diese Grauhäuter sind mir zu schnell ans Herz gewachsen. Ganz verliebt machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt.

Die Weiterreise musste organisiert werden. Wohin genau? Was wollen wir noch sehen von Laos? Wir entschieden uns, weiter nördlich zu fahren. Das kleine Dorf  Nong Khiaw war unser Ziel. In einem Minivan wurden wir dorthin gefahren, Kampfsoili nervte sich sichtlich ab dem Chauffeur, dem schlechten Service und dem überhöhten Fahrpreis…wie ruhig es dort war! Zu Fuss erkundeten wir die Caves, wo sich die Laoten während dem Indochina-Krieg versteckten, schlenderten im Dörfchen herum und versuchten herauszufinden, wie wir weiter Richtung Grenze zu Vietnam kommen. Herausgefunden haben wir nichts, weil beim ersten Besuch im Ticketoffice das Gespräch nicht gerade fruchtbar war, bei unserem zweiten Besuch der Ticketverkäufer schlief und beim dritten Besuch das Holzhäuschen verbarrikadiert war.

Aber ein laotisches Pärchen fuhr uns am nächsten Tag nach Vieng Kham, (natürlich auch nicht umsonst!) wo wir lediglich fünf Stunden auf einer Wartebank verbrachten, bis unser Bus eintraf. Zum Glück hat Kampfsoili richtige Schweineborsten an den Beinen und eine Pinzette, ich konnte mir die Zeit damit vertreiben, indem ich eine Wassermelone kaufte und jede Kerne einzeln ausspuckte. Und was für ein Bus da kam! Vollgestopft mit Touris und Einheimischen, kriegten wir noch die `Jump-Seats`. Der Bus tuckerte die Strasse auf und ab, es wurde langsam dunkel und wir fuhren und fuhren und fuhren…der Sternenhimmel war wunderschön, aber lieber hätte ich die Lichter von unserem nächsten Reiseziel gesehen….unsere zwei netten Sitznachbarn aus Israel verkürzten uns die Busfahrt. Nach sechs Stunden auf und ab kamen wir in Sam Neua an. Eine kalte Dusche und ab ins Bett! Der Wecker schrillte um 05:15 Uhr. Im Dunklen machten wir uns zu Fuss zurück zum Busbahnhof. Wir wussten nicht, wann ein Bus weiter Richtung Grenze fährt, wir wollten ihn nicht verpassen! Wir fanden dann doch heraus, dass wir am falschen Busbahnhof warteten. Mit einem Tuktuk rasten wir zum anderen Busbahnhof, der am anderen Ende der Stadt war. Kurze Zeit später trafen unsere Israelischen Freunde in Begleitung von einer ebenfalls gestrandeten Neuseeländerin auf.  Zu fünft quetschten wir uns auf die Sitzbänke des kleinen Lieferwägelchens. Das hielt am verlassenen Grenzposten an. Wir machten uns auf alles gefasst. Es hiess, dass es ziemlich schwierig werden könnte, weil die Chinesen just am 14.2. ihr Neujahr feiern und die Grenzbeamten wohl nicht einfach so ohne zusätzliches Honorar bei Arbeitslaune gehalten werden könnten. Aber nichts von alldem! Sie waren wirklich freundlich und übersahen sogar, dass unsere Isralischen Freunde entgegen ihrem Vietnamesischen Visa einen Tag zu früh in Vietnam einreisten….kaum hatten wir unsere Kip in Dhong gewechselt, wurden wir von einem Grenzbeamten in einen Raum geschleust. Dort gab es Süssigkeiten und Bier. Und das um 11:00 Uhr! Wir stiessen feierlich auf das Jahr des Tigers an. Die Grenzbeamten sagten uns noch, dass es schwierig werden könnte, weiterzukommen, wegen dem Neujahr. Sie hätten aber einen Freund, der uns für je USD 50.- nach Hanoi bringen würde. Wir lehnten dankend ab, wir hatten keine 100.- mehr in unseren Rucksäcken. So trotteten wir zum Dorf und setzten uns mal an den Strassenrand. Irgendein Auto würde sicher kommen und uns mitnehmen! Nichts geschah. Kein Auto, kein Truck weit und breit.  So machten wir uns auf und fragten die Dorfbewohner, ob sie sich vielleicht an einem ihrer Festtage vorstellen könnten, uns nach Hanoi, oder wenigstens in die nächste Stadt zu fahren. Das konnten sie. Zu einem Preis, der bei USD 40.- startete und schliesslich bei mehr als USD 50.- pro Person endete. Und das für einen Weg von 60km!!! (Zur nächst grösseren Stadt) Wir waren erbost und brachen die Verhandlungen mit den Männern, die bereits derart sternhagelvoll waren, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnten, ab.

Wir trafen vier andere Rucksack-Touristen, die ebenfalls gestrandet waren. Sie empfahlen uns ein Hotel (das einzige, das es in diesem Ort gab…). Wir setzten uns wiederum an den Strassenrand und warteten, bis die Grenze geschlossen wurde. Wir hofften bis zur letzten Minute….

Dann checken wir ein. Da uns das Geld langsam aber sicher knapp wurde, und es in diesem Kaff nichts als geschlossene kleine Dorfläden gab, bezogen wir ein Zimmer zu fünft. Drei Frauen in einem Doppelbett, die zwei Jungs im anderen. Wenigstens war es für einmal nicht kalt im Bett. Einer der Israeli outete sich als kleiner Meisterkoch und kochte Fried Rice mit Gemüse in der Hotelküche. Dann hiess es PaRtY! Der Hotelangestellte gab uns Bier und wir mussten einige Shots Lao-lao (der laotische Whisky, warum sie ausgerechnet den in Vietnam trinken, ist mir schleierhaft, vielleicht weil er so billig ist. Und so schmeckt er auch) hinunterstürzen. Ich rechnete mit dem schlimmsten, als wir dann zur Dorfparty eingeladen wurden. Dort gab es wieder Bier und die leicht angeheiterten Dorfbewohner trommelten wie wild auf einer Trommel und zwei Gongs herum. Ich spielte derweil mit ein paar Kindern auf der Strasse. Das Spiel bestand darin, dass ich Styroporplatten halten musste, die sie dann mit Faustschlägen langsam aber sicher zu Kleinholz verarbeiteten. Nach dreissig Minuten war der Spuk vorbei, die Dorfbewohner weggetorkelt und Kinder davongerannt. Was für eine komische Party! Das Kampfsoli verbrachte den Abend im Zimmer, es kämpfte gegen denselben Virus, der mich Tage zuvor zu bekämpfen versucht hat. Früh machten wir uns wieder aus den Federn, wir wollten da sein, wenn ein Truck die Strasse passiert. Und so hockten wir uns mit unseren Rucksäcken erneut an den Strassenrand und warteten. Dazwischen gabs Frühstück – jeder kaufte sich im einzigen kleinen Laden, der geöffnet war, ein paar `Guetsli`, die wir dann untereinander teilten. Die Stunden krochen dahin. Es kamen immer mehr andere Touristen von der Grenze angewandert. Schliesslich waren wir zwanzig Personen, die nicht mehr weiterkamen, weil kein Bus, kein Auto, einfachreingarnichts kam. Zweimal sprangen wir todesmutig auf die Strasse, als ein Auto kam, aber das waren nur die Grenzbeamten, die zur Arbeit fuhren. Mit den Dorfbewohnern wollten wir nicht mehr verhandeln, die waren nun definitiv alle nicht mehr fahrfähig. Wir verfluchten die Chinesen mit ihrem Neujahr. Dann hiess es, dass ein Bus kommen würde, extra für uns. Und der kam auch! Wir sprangen auf die Strasse wie kleine Kinder. Doch die Busbegleiterin wollte sage und schreibe wieder USD 50.- pro Person haben! Der Normalpreis für diese Strecke lag ungefähr bei max. USD 7.-. Wir verhandelten und verhandelten. Zum Glück hatten wir ein paar ganz ruhige Gemüter in der Gruppe, die das übernahmen. Ich hätte dieser ^@#$^$ (Sorry, Zensur!) wohl zu einem neuen Gesicht verholfen. Nach mehr als einer Stunde war sie bereit, uns für je USD 20.- nach Hanoi zu fahren. Gut gelaunt und doch total verärgert wegen dieser Abzocke fuhren wir in neun Stunden nach Hanoi. Wir fanden ein Hostal in der Nähe, aber das war voll. Doch der Receptionist war so nett und bot uns an, dass wir uns ein Bett teilen könnten. So durfte ich einmal mehr das Bett mit dem Kampfsoili teilen….wir erkundeten am nächsten Tag ein wenig die Altstadt von Hanoi zusammen mit unseren Israelischen Bodyguards und liessen es uns gutgehen. Das heisst, wegen dem Neujahr sind noch immer viele Läden und Restaurants geschlossen. (Die Vietnamesen feiern hier sichtlich lange das Neujhar…) So mussten wir uns mit einer wässerig-faden Nudelsuppe von einem Strassenrestaurant begnügen. Wir waren ziemlich enttäuscht (wir wissen, dass die hier auch besser kochen können…) So starteten wir die Jagd nach Süssigkeiten, die es hier überall gibt. Unsere Jeans flattern mittlerweile um unsere Beine wie ein Segeltuch im Wind. :-) Wir gönnten uns also Zuckerpopcorn und einem Stück sündhaft teuren Mangokuchen, den wir in einem schicken westlichen Cafe in wenigen Bissen verschlangen. Und jetzt sind wir in Halong City. Die Bodyguards haben wir in Hanoi gelassen, die haben das kühle Küstenwetter satt und fahren in den Süden.

Wir sind den aggressiven Bootstourenverkäufern, die einem Touren in Luxusschiffen versprechen (die vielleicht auch ein wenig Luxus sind), nicht auf den Leim gegangen und werden morgen ein einem kleinen Bötchen nach Cat Ba, einer vorgelagerten Insel dieser grossen Inselbucht hier, schiffen. Mal schauen, was und dort erwartet…

…aber vorher erwartet uns die Rückreise zum Hostal in Hanoi. Wir haben dort nämlich unsere Reisepässe liegengelassen. :-)

Eine Antwort zu „Auf Reisen, Teil II“

  1. Normi sagt:

    Hallo Svati. Kurz vor dem Vormittagsdienst habe ich noch deine Berichte gelesen. Du scheinst ja mit den Hunden auch kein Glück zu haben. Immer verlassen sie dich. War das nicht auch schon in Chile so? Ich wünsche dir auf alle Fälle noch eine gute Weiterreise.

    Gruss

    Normi

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